Stefan Liebich: „Europa kann nicht mehr so weitermachen“

2 Feb

Pressemeldung der Firma Deutsche Welle

Alexis Tsipras und seine Syriza könnten jetzt „nicht ganz Europa auf den Kopf stellen“ und „mit der Brechstange einen Kurs durchsetzen“, der auf der anderen Seite des Atlantiks und in Teilen Europas nicht mitgetragen werde. „Aber es wird auf jeden Fall eine Verschiebung geben.“ Das sagte Stefan Liebich, Obmann der Linksfraktion im Auswärtigen Ausschuss des Bundestags, im Interview der Deutschen Welle.

Es gebe bereits entsprechende „Signale der Sympathie aus Frankreich“. Liebich verwies auch auf US-Präsident Obama, „der schon seit längerem Europa eine andere Linie empfiehlt“. Man werde noch mehr Signale bekommen. „Alle sind gut beraten, darauf zu reagieren“, so Liebich. „Europa kann nicht mehr so weitermachen wie bisher – und das finde ich gut.“

Auf Dauer werde „auch Deutschland nur dann funktionieren, wenn wir in der Europäischen Union eine florierende Wirtschaft haben. Der Kurs der Vergangenheit hat in Griechenland das Gegenteil bewirkt“, sagte der Linken-Politiker im DW-Interview.

Er sei der Auffassung, dass man „über ernsthafte Finanzhilfen sprechen sollte“. Die Bundesrepublik Deutschland sei nach dem Zweiten Weltkrieg durch den Marshall-Plan „in die Gänge gekommen“. Es sei damals richtig gewesen zu investieren. Liebich: „Die Bundesrepublik hat daraus viel gemacht. Ich finde, daraus müssen wir auch heute lernen: Man kann ein Land nicht strangulieren“, so Liebich.



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